Die Soziale Stadt

Februar 10, 2009 von Björn  
Filed under Soziale Stadt

In welchem Kiez ein Mensch wohnt, darf nicht darüber entscheiden, welche Chancen er in der Gesellschaft hat. Daher müssen wir alles dafür tun, dass einzelne Stadtteile und die Menschen dort nicht ausgeschlossen werden.

Ich setze mich aktiv für eine Politik der Sozialen Stadtentwicklung ein. Soziale Stadtentwicklung bedeutet, der sich immer weiter zuspitzenden Ungleichheit in und zwischen den Quartieren mit der solidarischen Stadtgesellschaft zu begegnen. Ziel ist es, mit Gemeinsinn das Gemeinwesen der Quartiere zu stärken. Alle miteinander – das ist das Erfolgsprinzip sozialen Zusammenhalts.

Ich bin mir sicher: Was sich im Quartier ändern muss, und was am dringendsten gebraucht wird, wissen die Bewohnerinnen und Bewohner selbst am besten. Ihre Kraft gilt es für die gesamte Stadt zu nutzen.
Ich setze mich dafür ein, dass die Strukturen, die im Rahmen des Quartiersmanagements entstanden sind, nicht nach dem Entlassen des Gebiets kaputt gehen. Dies gilt insbesondere auch für die Kieze in Friedrichshain. Das Programm Soziale Stadt muss verstetigt werden! Projekte wie das der „Stadtteilmütter“ oder der „Kiezläufer“ müssen erhalten bleiben!

Soziale Stadtentwicklung ist erfolgreich, wenn es gelingt, dass Bewohnerinnen und Bewohner, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und andere lokal engagierte Akteure an einem Strang ziehen. Dafür will ich als Abgeordneter im Bundestag kämpfen.

Kommentare

eine Antwort zu “Die Soziale Stadt”
  1. Ute Jokisch sagt:

    Sehr geehrter Herr Böhning,

    es ist ja sehr schön, was Sie da über das Quartiersmanagement und die entstandenen Strukturen sagen. Wie kommt es dann aber, dass der Senat von Berlin gerade plant, mit massiven Einsparungen im Kinder- und Jugendfreizeitbereich genau diese Strukturen zu zerschlagen?

    Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Frau Monika Herrmann ihr schon zu Jahresanfang proklamiertes politisches Ziel, alle Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen in Freie Trägerschaft zu überführen, kurz vor den Sommerferien mit dem Haushaltsplanentwurf für 2010 “legalisiert” und mir heute schon in einem Schreiben mitteilen kann, dass alle Mitarbeiter, die dort mit ihrer engagierten Arbeit eben jene Strukturen geschaffen haben, von denen derartige Einrichtungen leben, dann nicht mehr dort arbeiten werden??

    Sollte man hier nicht von der Politik erwarten dürfen, dass ALLES dafür getan wird, um diesen Vorschuss an Vertrauen, den die Mitarbeiter in den einzelnen Einrichtungen durch ihr persönliches Engagement aufgebaut haben, zu erhalten??

    Mehr oder weniger wohlklingendes Papier zum Thema gibt es in Hülle und Fülle, aber Taten????

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Sagen Sie uns was Sie denken...