Gemeinsam, nicht getrennt – Nein zum Wahlzwang!

März 24, 2009 von Björn  
Filed under Allgemein

Dieser Tage werden die Plakate zum Volksentscheid „Pro Ethik“ aufgehängt. Der allgemeine Ethik-Unterricht an Berliner Schulen ist der richtige Weg: Ab der siebten Klasse werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Fach Ethik unterrichtet. Dort erhalten sie einen bekenntnisunabhängigen Unterricht über gesellschaftliche Werte, Religionen oder religiöse Überzeugungen. Toleranz und Respekt für andere Kulturen, Religionen oder Weltanschauungen werden gefördert.

Der Volksentscheid „Pro Reli“ will dies nicht. Er will einen Wahlzwang zwischen Religions- und Ethikunterricht. Im Religionsunterricht werden die Schülerinnen und Schüler nach Konfessionen getrennt. Christen, Muslime oder Juden – alle sollen unfreiwillig unterschiedliche Religionsunterrichtsstunden belegen. Getrennt, nicht gemeinsam, ist das Prinzip.

In einer Stadt, in der mehr als die Hälfte aller Kinder einen Migrationshintergrund haben, ist das kein fortschrittliches Prinzip. Gemeinsame Gespräche über die Grundlagen von Kultur, Gesellschaft oder Religion gehen verloren. Das will ich nicht. Deshalb werbe ich dafür: Stimmen Sie beim Volksentscheid am 26. April mit „Nein“!
http://www.gemeinsam-ist-besser.de/

Kommentare

eine Antwort zu “Gemeinsam, nicht getrennt – Nein zum Wahlzwang!”
  1. Sebastian sagt:

    Wahlzwang? Das hatten wir ja schonmal vor mehr als 20 Jahren!

    Ich bin entsetzt über diese Kampagne! Wie kann man den Wunsch nach einer Wahlmöglichkeit als Wahlzwang umdeuten? Das ist Polemik, die man sonst nur von der Linkspartei gewohnt ist.

    Die Möglichkeit zwischen zwei Fächern zu wählen ist wesentlich freier, gerade für den konfessionellen Schüler, als der ZWANG, an einem Ethikunterricht teilzunehmen, der womöglich noch von ehemaligen Staatsbürgerkundelehrern unterrichtet wird.

    Keiner will Ethikunterricht abschaffen, wer aber glaubt, dass ein Ethikunterricht neutral sein könne, irrt mit Sicherheit. Der sogenannte “Wahlzwang” ist in jedem Fall freier als gar keine Wahl mehr zu haben…

    Oder soll es zukünftig auch beim Schulessen oder in der Mensa nur noch ein Essen geben, um ja keine Wahlmöglichkeit zu haben?!

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