Mehdorn ist Weg!
März 30, 2009 von Sebastian
Filed under Allgemein, Positionen
Nun ist es endlich soweit, die Proteste haben sich gelohnt. Mit dem längst überfälligen Rücktritt von Hartmut Mehdorn eröffnen sich neue Chancen und Möglichkeiten für die Deutsche Bahn AG. Mit dieser Entscheidung sollte auch die Bahnprivatisierung endgültig vom Tisch sein und eine moderne Planung des Schienen- und Verbindungsnetzes wieder möglich sein. Dieses ist ein guter Tag für die Bahnfahrer und die Mitarbeiter der Deutschen Bahn.





Ich frage mich ja schon immer wieder mal, wieso Leute meinen, dies wäre ein guter Tag für die Mitarbeiter der Bahn. Ich kann über diese ganzen politisch motivierten Aktionen leider überhaupt nicht lachen. Ich finde es eher beschämend.
Harald Böttger, DB ML AG
Das sehe ich einfach anders. Natürlich hat Hartmut Mehdorn in Bezug auf das Unternehmen Bahn auch einige Erfolge vorzuweisen. Aber nicht zuletzt die Gewerkschaften der Bahn haben aus meiner Sicht zurecht aus Gründen der Bespitzelungsaffäre den Rücktritt des Bahn-Chefs gefordert. Der Rückhalt innerhalb des Unternehmens war also auch jenseits der Politik bereits aufgebraucht.
Klar, unterschiedliche Ansichten sind ja auch in Ordnung. Wir werden dann sehen, was von der “Bespitzelungsaffäre” über die es auch im Konzern durchaus unterschiedliche Sichtweisen gibt, übrig bleibt. Das Ganze jetzt auf die Gewerkschaften zu schieben, zeugt m.E. von wenig Überzeugungskraft für das eigene Tun.
Letztendlich zeigen ja auch viele Politikerstatements nach dem Rücktritt durchaus recht klar, dass es letztendlich nicht mehr um die “Affäre” ging, sondern endlich um eine Abrechnung mit der “verhassten” Figur Hartmut Mehdorn. Zeigt ja auch ihre Kampagne “Mehdorn muss weg”.
Naja, wie auch immer, wir warten einfach ab, wann die SPD die Kampagne “Gruber muss weg” initiiert. Vielleicht sollte sich die Politik einfach klar äußern wohin sie denn mit der Bahn möchte. Zurück in die 70er und zur guten alten Staatsbahn in der ich groß geworden bin, oder zu einem modernen internationalen Dienstleister, der eben neben der “klassischen” Bahn auch das Standbein Logostik bedient und im Ausland weiter als EVU expandieren kann.
Gruß aus Friedrichshain
Harald Böttger
Letzteres kann ich unterstützen und findet sich so auch im Wahlprogramm der SPD wieder. Es geht um einen modernen integrierten Konzern, der mehr Verkehr auf die Schiene bringt, kundenfreundlich ist, ein transparentes Tarifsystem hat und die Netze in Europa hilft auszubauen. Dies werden wir nach der Absage an die Privatisierung nun durch öffentliche Investitionen sicherstellen. und das ist der richtige Weg.