Faire Regeln für Praktika

Mai 1, 2009 von Björn  
Filed under Allgemein, Zeitenwende

bohning_oberbaumIn der heutigen Online-Ausgabe der taz wird die Praktika-Praxis des SPD-Landesverbandes und von mir kritisiert. Da die Kommentarfunktion der taz heute offensichtlich geblockt ist (interessant..) nehme ich gerne auf meiner Homepage und pünktlich zum 1. Mai Stellung.

Bei der SPD in Berlin dürfen nur Studierende ein Praktikum machen. Daher ist das Praktikum bei uns/ mir auch kein Berufseinstieg, sondern eine Lernzeit, in der politische Organisation, Kommunikation und Grundlagen der Wahlkampfstrategie erlernt werden können. Dies grenzt ein Praktikum auch klar und deutlich von einem Job oder einem Beruf ab. Wer diese Unterscheidung nicht trifft, wie der Autor der taz oder die PolitikerInnen anderer Parteien verwischt die Grenzen zwischen Praktikum und Job und tut genau dies, was manche Unternehmen unter dem Stichwort “prekäre Praktika” ausnutzen. Ein Student, der ein Praktikum macht, aber in Wirklichkeit einen Job sucht, sollte sich entscheiden. Ein Job-Suchender, der ein abgeschlossenes Hochschulstudium besitzt, erhält bei mir kein Praktikum. Wer ein Praktikum mit einem Job gleichsetzt, und dafür auch einen regulären, vielleicht sogar Mindestlohn verlangt, der muss wissen, dass eine solche Regelung das Praktikum zu einem Beschäftigungsverhältnis macht und damit Praktika vermutlich gänzlich abschafft.

Der SPD-Landesverband und ich erfüllen die Richtlinien für Praktika des Deutschen Gewerkschaftsbundes, von fair company sowie fairwork. Für uns gilt eine Mindestvergütung (nicht Lohn) von 320 Euro, klar geregelte Arbeitszeiten, Recht auf Abschlusszertifikat oder Urlaubsansprüche. Diese sind beim SPD-Landesverband in einer Betriebsvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat klar geregelt. Kaum andere Parteien oder Arbeitgeber haben eine solche Vereinbarung vorzuweisen.  Das Praktikum darf nicht länger als drei Monate dauern, weil ab dieser Zeit – nach aller Erkenntnis – der Lernerfolg oder -zuwachs eingetreten ist.

Nun kann man immer sagen: “320 Euro im Monat sind zu wenig!” Angesichts der Richtlinien, sowie des Umstandes, dass der größte Großteil aller Praktika gänzlich unbezahlt ist, finde ich diese Vergütung aber angemessen.

An der Entwicklung der Richtlinien des DGB war ich nicht ganz unbeteiligt, ich habe mich zudem mehrfach in Gesprächen zwischen DGB-Jugend, Jusos und Bundesministerium für Arbeit und Soziales für faire Regelungen von Praktika engagiert. Daraus folgten Regelungsvorschläge des BMAS, die allerdings leider von der CDU in der großen Koalition gestoppt wurden.

Geradezu zynisch finde ich aber die Äußerungen der anderen Parteien zur Praxis des SPD-Landesverbandes bezüglich der Praktika. Die Grünen in der Abgeordnetenhausfraktion (ihr Vorsitzender Herr Ratzmann äußert sich ja auch) zahlt offensichtlich gar kein Geld für Praktikanten. (!!) CampusGrün nur 300 Euro. Der Bundesverband der Grünen nur 260 Euro. Die CDU an vielerlei Stellen ebenfalls nicht. Die Linkspartei wirbt im Artikel für einen Mindestlohn. Ich möchte wissen, ob sie wirklich 7,50 Euro die Stunde für Praktika zahlt, und damit 1125 Euro im Monat. Hier besteht Aufklärungsbedarf, Herr Lederer!

Ich stelle mich jeder Diskussion bezüglich fairer Regelungen für Praktika. Ich lade daher den Autor der taz, Herrn Ratzmann (Grüne) sowie Herrn Lederer (Die Linke) herzlich ein über politische Maßnahmen gegen die Ausbeutung von PraktikantInnen zu diskutieren sowie über ihre Praktikapraxis Zeugnis abzulegen. Ich bin gespannt auf die Diskussion. Gerne können wir diese Veranstaltung auch im “taz Café” organisieren. Ich werde sie alle anschreiben und warte auf die Antwort.

Kommentare

25 Antworten zu “Faire Regeln für Praktika”
  1. toothroot sagt:

    Die Frage wäre für mich: Wie viele Stunden arbeitet denn der vermeintliche Praktikant am Tag? Erfahrungsgemäß sind die Praktis ja nicht diejenigen, die die Füße hochlegen und um Punkt 17 Uhr alles stehen und liegen lassen, weil Feierabend ist. Wenn man bedenkt, daß ein Student vielleicht 3 Monate ein Praktikum absolviert, ohne dabei noch viel Zeit zu haben für sein Studium bzw. für Tätigkeiten, in denen er genug verdient, um über die Runden zu kommen, dann halte ich die 300 Euro für definitiv zu wenig. Um es zu beziffern: Das Doppelte, also min. 600 Euro, hielte ich da für angemessener.

    Schönen ersten Mai noch,
    toothroot

  2. Julian sagt:

    @toothroot:

    Dann definierst du die Aufwandsentschädigung für ein Praktikum aber doch wieder als Entlohnung, denn du bemisst sie danach, was “gearbeitet” wird. Aber das ist doch gerade das, was vermieden werden muss: Das Praktikum ist Teil der Ausbildung des Studierenden und deshalb in erster Linie für den Studierenden ein Gewinn. Statt 1 Monat Uni, eben in den Semesterferien mal 1 Monat Praktikum. Diese Ergänzung schreiben doch die meisten Studienordnungen inzwischen sogar verpflichtend vor! Da die SPD und Björn ausschließlich Studierenden ein Praktikum anbieten, muss auch berücksichtigt werden, dass diese ja ihre normale Studienfinanzierung weitererhalten, d.h. elterliche Unterstützung oder BAföG. Die Aufwandsentschädigung für das Praktikum dient doch dann in erster Linie dazu, die mit einem Praktikum verbundenen Mehrkosten abzudecken (Anfahrt, etc.) und dann natürlich auch zum Teil den Ausdruck der Wertschätzung für die Tätigkeit, aber ist ist gerade keine Entlohnung der geleisteten Arbeit. Und für PraktikantInnen, die zu viele Überstunden machen, gilt das gleiche wie für alle ArbeitnehmerInnen: Die vereinbarten Arbeitszeiten müssen eingehalten werden. Es kann nicht sein, dass zugelassen wird, dass PraktikantInnen 14 STunden täglich arbeiten und dann dafür wie von dir vorgeschlagen 600 Euro bekommen, sondern es müssen einfach die normalen Arbeitszeiten eingehalten werden und das passiert ja auch zumindest bei der SPD so.

  3. Kai sagt:

    Hallo,

    bevor Sie die taz kritisieren: ich konnte dort ohne Probleme ein Kommentar hinterlassen.

    Als zweite Anmerkung: Warum haben Sie die Kommentare die in Ihrem Blog auf Ihre Praktikantenstellen-Ausschreibung eingingen gelöscht? Zensur Ihrerseits? Ich würde es nicht so handhaben, man weiß doch aus aktuellen Erfahrungen (CDU-Forum), dass Screenshots davon doch wieder auftauchen…!

    Zum Thema: ich bleibe bei meiner (gelöschten) Meinung: Ich bin ebenfalls für Mindeststandards und auch Mindestlöhne. Das Problem ist, es ist allzu leicht, sich darauf auszuruhen. “Hey, es gibt doch festgelegte Mindestlöhne, warum sollte ich einen Cent mehr zahlen?” Auch wenn die Arbeit evtl. mehrWert ist?

    Sicher kann man der Meinung sein, 320 EUR sind für Lernen genug. In einer Stadt wie Berlin, sind sie “zum sterben gerade mal zu wenig”. Der Verweis auf kriminelle Machenschaften, wie die Nichtbezahlung von Praktika hilft da auch nichts. Sie vergleichen sich doch selbst auch nicht mit einem Zechpreller, nur weil Sie in der Gaststätte Ihre Rechnung zahlen, oder?

    Der Verweis auf andere Parteien ist hingegen berechtigt. Das Sprichwort mit dem Glashaus und dem Stein fand ich schon immer gut.

    Gruß Kai

    BTW: Das es kaum

  4. schlokhre sagt:

    Statt 2 Praktikanten für 320 Euro, 1 Praktikant für 640 und fertig ist die Kiste!

  5. schlokhre sagt:

    @Julian:

    Ist ja schön, dass Deine Eltern Dir das Studium finanzieren. Aber andere Leute müssen dafür arbeiten und das können sie sicherlich nicht, wenn sie ein Praktikum machen. Wenn die Eltern eh alles finanzieren, dann können Praktikanten auch für umme arbeiten.

  6. schlokhre sagt:

    Wo sind die anderen Kommentare hin?

  7. Sebastian sagt:

    Es sind hier keine Beitrage gelöscht worden. Sie befinden sich weiterhin im Anhang des Artikels “Ich kämpfe für gute Arbeit” wo diese auch hinterlassen wurden. Die Kommentare zum Beitrag “Björn Böhning sucht Praktikantinnen und Praktikanten” waren von beginn an deaktiviert, da die Befürchtng bestand das Bewerber hier ihre Daten offen legen könnten. Das die Kommentare von beginn an deaktiviert waren kann man auch anhand des Screenshots auf taz.de nachverfolgen.

  8. schlokhre sagt:

    Wo sind die Kommentare hin?

  9. Sebastian sagt:

    Wie bereits gesagt, alle Kommentare sind auch dort wo sie hinterlassen wurden, in diesem Zusammenhang unter dem Beitrag “Ich kämpfe für gute Arbeit”. Dort findet sich der Kommentar von Kai der ihn dort am 30. April 2009 um 21:55 hinterlassen hat. Ich bitte darum die Suchfunktion zu nutzen, wenn man glaubt seinen Kommentar nicht mehr zu finden.

  10. Anonymous sagt:

    Hallo Herr Böhning, machen sie doch mal ein Praktikum für “Lau” im IT Bereich, dann behaupten Sie nicht noch einmal, dass die Kommentarfunktion der TAZ nicht funktioniert, obwohl sie funktioniert…

    siehe auch TAZ Internetseite am 01.05.2009 12:25 Uhr:

    Von Kai:

    Kommentar für Herrn Boehning – belegt, dass die Kommentarfunktion (entgegen seiner Behauptung) bei der taz funktioniert.

  11. Ralf sagt:

    Hallo Herr Böhning, machen sie doch mal ein Praktikum für “Lau” im IT Bereich, dann behaupten Sie nicht noch einmal, dass die Kommentarfunktion der TAZ nicht funktioniert, obwohl sie funktioniert…

    siehe auch TAZ Internetseite am 01.05.2009 12:25 Uhr:

    Von Kai:

    Kommentar für Herrn Boehning – belegt, dass die Kommentarfunktion (entgegen seiner Behauptung) bei der taz funktioniert.

  12. Sebastian sagt:

    Als dieser Beitrag onlinegestelt wurde, war der letzte Kommentar:

    30.04.2009 17:23 Uhr:
    Von Hans Gnaur:

    Die taz zahlt 200 Euro pro Monat für Praktikanten. Ist das mehr oder weniger als 80 Euro pro Woche? Und dann auch noch verspätet…

  13. zur den taz-kommentaren und deren (verspätete) freischaltung:

    mein kommentar vom 30.4. wurde erst am 1. oder 2. mai (habe nicht ständig nachgeschaut) freigeschaltet. björn böhning bezog sich eventuell darauf, da wir dazu in twitter-kontakt standen.

    ich vermute, dass die verspätete freischaltung am feiertag lag – oder daran, dass der entsprechende praktikant dafür gerade keine zeit hatte ;-) auch andere kommentare wurden erst später am 1. oder 2. mai freigeschaltet.

  14. Björn sagt:

    Halle an alle,

    vielen Dank für die Rückmeldungen! Zu den zeitlichen Ungereimtheiten bezüglich der taz-Kommentarfunktion hat “Helmholtzplatz.de” alles nötige gesagt.
    Gelöscht wird auf meiner Homepage nichts, ihr findet die Kommentare unter http://www.bjoern-boehning.de/2009/02/10/ich-kampfe-fur-gute-arbeit/#comments

    Eine letzte Antwort: In der Betriebsvereinbarung der SPD mit dem Betriebsrat ist auch die Arbeitszeit der Praktikanten festgelegt. Überstunden werden ausgeglichen.
    Ansonsten freue ích mich auf die Zusagen der anderen Parteien und der taz zur angekündigten Veranstaltung!

  15. Gordon sagt:

    Gut, dass Sie so schnell und transparent auf den taz-Artikel reagiert haben. Schlecht dagegen, wie Sie sich hinsichtlich der Höhe der Vergütung herausreden. Denn “320 Euro im Monat sind [nicht nur] zu wenig”, sie reichen ohne zusätzliche Unterstützung in Deutschland nicht zum (Über-)Leben aus.

    Etwas zugespitzt formuliert, implizieren Sie mit diesem Betrag, dass Sie eigentlich nur Studenten aus reicheren Elternhäusern suchen. Denn da es sich um eine Vollzeitstelle handelt, kann der oder die Betreffende ja auch nichts zusätzlich verdienen. Mit fairer Behandlung hat das eigentlich nichts zu tun. Da hilft es auch wenig, mit dem Finger auf andere zu zeigen oder die eigenen Beschlüsse zu rühmen.

  16. Herr Böhning,
    das auf ihren Onlineplattformen nichts gelöscht wird ist schlicht unwahr. Möglicherweise haben sie aber auch keinen Überblick über ihre Praktikanten, hust, authentische Webdarstellung.
    Viel Spaß noch beim Ströbele-meucheln.

  17. nichtsdestotrotz sagt:

    320 Euro im Monat sind bei 20h/Woche gerade mal 4 Euro pro Stunde – und das ist einfach lächerlich. Die Begründung, dass sich die Praktika von Björn Böhning oder der SPD ausschließlich an Studenten richten, ist keine angemessene Rechtfertigung. Egal ob es sich um einen Nebenjob, eine Ausbildung oder ein Praktikum handelt – ein Lohn von 4 Euro pro Stunde sind für jede Tätigkeit einfach zu wenig! Auch wenn bei einem Praktikum die Ausbildung im Vordergrund steht und es auf 3 Monate begrenzt bleiben sollte, so darf das niedrige Gehalt doch nicht damit gerechtfertigt werden, dass es doch die Mehrkosten, die aus dem Praktikum entstehen, decken soll und die Studenten ihre normale Förderung weiterhin erhalten. Ist das gerecht? Und Herr Böhning, dass Sie ausgerechnet im Wahlkampf Praktikanten suchen, zeigt doch, dass es Ihnen nicht nur um die Ausbildung der Studenten geht (was nicht heißen soll, dass ich glaube, dass es Ihnen egal ist), sondern Sie auch durchaus an der Arbeitskraft interessiert sind. Und ungeachtet, dass die Praktikanten im Wahlkampf mit Sicherheit sehr viel lernen werden (lernt man nicht aber bei den allermeisten Jobs was!?), ist diese Arbeit doch mehr als 4 Euro pro Stunde wert! Ungeachtet davon, dass Sie bedauerlicher Weise Recht damit haben, die anderen Parteien für Ihre Bedingungen für Praktika zu kritisieren, sollten Sie nicht versuchen, damit die eigenen Konditionen für Praktika zu rechtfertigen. 4 Euro für eine Stunde Arbei wollen Sie doch sicher nicht als gerecht bezeichnen? Außerdem ist es doch naiv die Augen davor zu verschließen (Björn Böhning: “Ein Job-Suchender, der ein abgeschlossenes Hochschulstudium besitzt, erhält bei mir kein Praktikum.”), dass Praktika für den Berufseinstieg mehr als notwendig sind und in vielen Fachbereichen einfach unumgänglich. Viele Hochschulabsolventen finden ohne ein Praktikum leider keinen Job.

  18. Katharina sagt:

    Dem stimme ich zu. Natürlich steht bei einem Praktikum der Bildungsanspruch im Vordergrund. Trotzdem muss auch ein Praktikum gewährleisten, dass der Praktikant seine Lebenshaltungskosten decken kann. Diese sind – v.a. wenn man nicht in der Stadt des Praktikums studiert, was ja recht häufig der Fall ist – meist sogar noch höher als während des normalen Studienalltags. Die Vergütung nicht, um auch nur die notwendigsten Lebenshaltungskosten zu decken. Eine Aufwandsentschädigung sollte aber wenigstens das leisten können.

    Zudem werden in der Praxis oft komplette Vollzeitstellen durch einen Praktikanten abgedeckt. Dies sollte sich auch in der Vergütung widerspiegeln.

  19. Kai sagt:

    Hallo Herr Boehning,

    die von mir vermissten Kommentare hab ich nach Ihrem Hinweis wiedergefunden. Insofern Asche auf mein Haupt.

    Sie schreiben in Ihrem Artikel, dass Sie sich unter anderem an die Regelungen der Vereinigung Fair Companies halten.

    Hier der Passus der Fair Companies zur Vergütung von Praktikanten: “Die Empfehlung an Fair Companies lautet, sich bei der Vergütung von mehrmonatigen Praktika am Bafög-Höchstsatz zu orientieren. Dieser liegt derzeit noch bei 585 Euro und steigt im Oktober 2008 auf 643 Euro. Fair Companies sollten Praktika – ausgenommen sehr kurze Schnupperpraktika, Schüler- und Vorpraktika – mit mindestens 300 Euro im Monat vergüten.” (Quelle: http://www.karriere.de/sonstige/die-fair-company-regeln-7467/)

    Wenn man es sich so betrachtet sind Sie mindestens “nicht besonders toll fair”… Sie zahlen gerade mal die Hälfte des empfohlenen Praktikumssatzes…

    Aber da Sie mit Ihrem Eintrag vom 03.05., 11:38 die Diskussion hier für sich beendet sehen (”Eine letzte Antwort…”), macht ein weiteres argumentieren wohl kein Sinn.

    Ein schönes Leben!

  20. Kai sagt:

    @nichtsdestotrotz

    Wie kommen Sie auf 20 Stunden/Woche?

  21. nichtsdestotrotz sagt:

    @Kai: Das habe ich aus diesem Tweet von Herrn Böhning: http://twitter.com/BoehningB/statuses/1658448893

  22. Kai sagt:

    @nichtsdestotrotz: Es geht aber nicht um 20, sondern um 40 Stunden je Woche. Hab mal den Link zur Stellenanzeige rausgesucht:
    http://www.bjoern-boehning.de/2009/03/18/bjorn-bohning-sucht-praktikantinnen-und-praktikanten/

    Ich würde “Vollzeit” jedenfalls als 40 Stunden verstehen… ;)

  23. nichtsdestotrotz sagt:

    @Kai: das stimmt natürlich. damit wären wir dann nur noch bei 2 euro/stunde. soviel dann zum thema faire praktika…

  24. Benjamin Beckmann sagt:

    “Da die SPD und Björn ausschließlich Studierenden ein Praktikum anbieten, muss auch berücksichtigt werden, dass diese ja ihre normale Studienfinanzierung weitererhalten, d.h. elterliche Unterstützung oder BAföG.”

    Das ist einfach falsch. Elterliche Unterstützung hin oder her: Bei den BAföG-Empfängern ist das Entsetzen groß, wenn sie feststellen, dass die Praktikumsvergütung zu 100% auf den Anspruch angerechnet werden. Jeder Cent, den man dort als “Entschädigung” bekommt, wird abgezogen. Bevor man sich mit dieser Argumentation so weit aus dem Fenster lehnt, sollte man sich besser mal informieren.
    So sieht die Sache nämlich schon ganz anders aus. Einziger “Vorteil” ist, dass man später nicht die Hälfte davon zurückzahlen muss, aber das ist ein schwacher Trost, wie ich finde.

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  1. [...] ich würde wieder zu einseitig sein: Die Stellungnahme von Herrn Böhning klärt da tatsächlich einiges auf und es wird uns differenziert dargelegt das Herr Böhning keine Menschen ausbeuten, sondern nur [...]



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