Verantwortung für den Frieden

August 28, 2009 von Sebastian  
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Mit rund 30 Vertreterinnen und Vertretern von NGO’s und lokalen Initiativen aus dem Bezirk diskutierten Björn Böhning, SPD-Direktkandidat im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg/Prenzlauer-Berg (Ost) und Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 19. August 2009 im neu eröffneten WAHLlokal der Jusos in der Grünberger Straße 84.

Im Rahmen eines Gesprächs zum Thema „Entwicklungspolitik in Zeiten der Finanzkrise“ im kürzlich neu eröffneten WAHLlokal von Björn Böhning und den Jusos in Friedrichshain stellte sich die Ministerin den Fragen des zahlreich erschienenen Publikums. Dabei erläuterte sie, wie entscheidend das Ministerium an zahlreichen Friedensprojekten, gerade im Hinblick auf die Ausbildung in entwicklungspolitischer Hinsicht, beteiligt ist.
Konflikte frühzeitig erkennen und lösen
So existiert seit 2008 der durch das BMZ finanzierte Freiwilligendienst „Weltwärts“ für junge Menschen von 18 bis 28 Jahren, die jedes Jahr für 6 bis 24 Monate in Entwicklungsländer gehen können.
Sinn des Friedensdienstes ist dabei, durch Mediation einen kleinen Konflikt nicht zu einem Krieg erwachsen zu lassen. Durch diese Art der Deeskalation werden durchaus auch Kosten gespart, die durch eine Militärintervention entstehen würden. Dabei wünschte sich Wieczorek-Zeul mehr “Friedensjournalismus”, den Frieden nun einmal braucht. Wichtig sei ihr auch eine gerechte Verteilung im Rahmen der Globalisierung. Dafür brauche man globale Regeln, auch über die derzeitige Finanzkrise hinaus.

Schüleraustausch:  Bildung als Entwicklungsmotor
Gerade im Bereich der Bildung gäbe es zahlreiche Möglichkeiten, wie sich zum Beispiel Schulen in entwicklungspolitische Hinsicht stärker öffnen können, so Heidemarie Wieczorek-Zeul. Das Programm ENSA fördert den entwicklungspolitischen Schulaustausch zwischen Deutschland und Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Des Weiteren könnte es zum Beispiel einen Austausch zwischen den Schulen und den Dritte Weltläden geben oder zwischen „Weltwärts“-Rückkehrern, so Wieczorek-Zeul.

„Wir unterstützen Menschen und Demokratisierungsprozesse“, das machte Heidemarie Wieczorek-Zeul zum Abschluss noch einmal deutlich. „Wer kann das schon von sich behaupten“.

Nach diesem Gespräch mit Heidemarie Wieczorek-Zeul, so eine Teilnehmerin,  möchte man sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn dieses Ministerium einmal nicht mehr von der SPD geführt würde.

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