<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bjoern-Boehning.de &#187; Sebastian</title>
	<atom:link href="http://www.bjoern-boehning.de/author/sebastian/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.bjoern-boehning.de</link>
	<description>Homepage von Björn Böhning</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Mar 2011 10:02:02 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>de-de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Initiative Pro Netzneutralität!</title>
		<link>http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/11/initiative-pro-netzneutralitat/</link>
		<comments>http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/11/initiative-pro-netzneutralitat/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 10:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bjoern-boehning.de/?p=1532</guid>
		<description><![CDATA[Netzneutralität ist der Schlüssel zur Wahrung des freien Internets! Wir wollen ein freies und offenes Internet sicherstellen.
Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie.
Netzneutralität fördert die Entfaltung kreativer und ökonomischer Potentiale und sichert damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Netzneutralität ist der Schlüssel zur Wahrung des freien Internets! Wir wollen ein freies und offenes Internet sicherstellen.</p>
<p>Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie.</p>
<p>Netzneutralität fördert die Entfaltung kreativer und ökonomischer Potentiale und sichert damit das Innovationspotential des Internets. Die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft wird gestärkt wenn Entwicklungen frei online verfügbar sind und auch in neuen kollaborativen Ansätzen weiterentwickelt werden können. Innovationen brauchen Offenheit &#8211; die Möglichkeiten des Internets auf einige wenige Privilegierte zu beschränken, läuft dem entgegen.</p>
<p>Netzneutralität ist in unserer heutigen Gesellschaft sozial geboten. Sie verringert die digitale Spaltung, da die Übertragung von Internetinhalten nicht allein von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Anbietenden oder Nutzenden abhängig ist. Netzneutralität sichert somit den Zugang zu Wissen und Informationen unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsort, Einkommen, sozialer Schicht und ökonomischer Leistungsfähigkeit.</p>
<p>Die Aufgabe der Netzneutralität würde ein Zwei-Klassen Internet befördern, wo sich die großen Medien- und Internetkonzerne dieser Welt ihr eigenes Netz schaffen, und alternative und neue Anbieter damit verdrängt werden bzw. hinten anstehen müssten. Die zunehmende Kommerzialisierung vieler Dienstleistungen durch ein Aufbrechen der Netzneutralität im Internet und die damit einhergehende Monopolisierung, schränkt gerade die kreativen Potentiale des Internets und die Teilhabe daran erheblich ein. Ein Ende der Netzneutralität wäre innovationsfeindlich, da Neuentwicklungen ohne die finanzielle Ausstattung zum Erwerb der positiven Unterstützung der Internetanbieter, nicht mehr die Möglichkeit hätten sich einem Massenpublikum zu präsentieren. Bestehende Unternehmen könnten sich diesen privilegierten Zugang noch erkaufen, Neue meist nicht. Die Pluralität im Internet würde sinken und gefestigte Strukturen einseitig gestärkt.</p>
<p>Ohne Netzneutralität würde zunehmend eine Priorisierung durch die Internetanbieter stattfinden, entweder von eigenen Angeboten oder von Angeboten, die es sich leisten können, den privilegierten Zugang zu erwerben. Exklusive Partnerschaften zwischen Unternehmen würden zunehmen und gleichzeitig den wichtigen Grundsatz des freien Zugangs zum Internet künstlich beschränken. Die fatale Konsequenz: Statt Qualität, Sicherheit und Kreativität diktiert das Geld, welche Angebote im Internet nutzbar sind und welche nicht. Datenpakete würden nicht länger wie heute in den überwiegenden Fällen unabhängig von Inhalt und Anwendung gleichberechtigt übertragen werden.Daher setzen wir uns für die neutrale Übermittlung von Daten im Internet, für die Netzneutralität, ein. Wir sehen mit dem möglichen Ende der Netzneutralität eine ganz erhebliche Gefahr für die digitale Gleichberechtigung und Teilhabe in Deutschland, Europa und der Welt . Das Ende der Netzneutralität wäre das Ende des freien Internets wie wir es kennen. Wir lehnen es mit aller Deutlichkeit ab, wenn Internetanbieter bereit sind, die Netzneutralität (und damit auch die Meinungsfreiheit im Internet) aufzugeben. Sei es , um diese als Spielball gegen staatliche Regulierung der Netzinfrastruktur einzusetzen oder sie aus Interessen der kurzfristigen Gewinnmaximierung zu missbrauchen. Vielmehr muss schneller und konsequenter in die Infrastruktur des Netzes investiert werden, statt die zunehmende Drosselung des Internets und Verknappung der Bandbreite voranzutreiben. Netzmanagement darf weder eine inhaltliche, politische noch ökonomische Kontrolle inne haben.</p>
<p>Netzneutralität ist notwendig für die zukünftige freie und kreative Entfaltung des Internets. Daher fordern wir die gesetzliche Verankerung der Netzneutralität.</p>
<p>Erstunterzeichner/innen</p>
<p>Jan Philipp Albrecht, <em>MdEP</em><br />
Markus Beckedahl, <em>netzpolitik.org</em><br />
Jens Best<br />
Björn Böhning, <em>Netzpolitischer Sprecher des SPD-Parteivorstandes<br />
</em>Volker Grassmuck, Mediensoziologe, <em>Forschungsgruppe zu öffentlicher Politik für Zugang zu Information, Universität São Paulo </em><br />
Matthias Groote, <em>MdEP </em><br />
Jeanette Hofmann, <em>wiss. Mitarbeiterin LSE/WZB</em><br />
Prof. Wolfgang Kleinwächter, <em>University of Aarhus, Special Adviser to the Chair of the UN Internet Governance Forum (IGF)</em><br />
Lars Klingbeil, <em>MdB</em><br />
Kristian Köhntopp, <em>http://blog.koehntopp.de/</em><br />
Sascha Lobo, <em>www.saschalobo.com </em><br />
Nico Lumma, <em>www.lumma.de </em><br />
Falk Lüke<br />
Annette Mühlberg, <em>Vorstandsmitglied der Europäischen Internetnutzerorganisation von ICANN </em><br />
Konstantin von Notz, <em>MdB </em><br />
Sebastian Sooth, <em>Projektmanager und Berater, Mitinitiator atoms&amp;bits </em><br />
Malte Spitz, <em>Mitglied des Bundesvorstandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN </em><br />
Peter Sunde, <em>Gründer flattr.com</em><br />
Prof. Tim Renner, <em>Geschäftsführer Motor Entertainment GmbH </em><br />
Mathias Richel, <em>www.mathias-richel.de </em><br />
Halina Wawzyniak, <em>MdB, stv. Parteivorsitzende Die Linke</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/11/initiative-pro-netzneutralitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-Grün: Das erste Date</title>
		<link>http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/05/rot-gruen/</link>
		<comments>http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/05/rot-gruen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 16:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bjoern-boehning.de/?p=1528</guid>
		<description><![CDATA[Doppelinterview in der Berliner Zeitung. &#8220;Aus Alt mach Neu wird nicht ausreichen. Die SPD ist die Partei, die für  ganz Berlin steht, die den sozialen Zusammenhalt zwischen so  verschiedenen Bezirken wie Wilmersdorf, Neukölln und Lichtenberg sichern  kann. [...] Am Wichtigsten ist uns der soziale Zusammenhalt. Und wir wollen, dass  möglichst viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Doppelinterview in der Berliner Zeitung.</strong> &#8220;Aus Alt mach Neu wird nicht ausreichen. Die SPD ist die Partei, die für  ganz Berlin steht, die den sozialen Zusammenhalt zwischen so  verschiedenen Bezirken wie Wilmersdorf, Neukölln und Lichtenberg sichern  kann. [...] Am Wichtigsten ist uns der soziale Zusammenhalt. Und wir wollen, dass  möglichst viele Arbeitsplätze entstehen, auch in der Industrie. Wir  werden den Haushalt also nur konsolidieren können, wenn wir mehr  Wachstum und Wertschöpfung in die Stadt bringen. Die  Wirtschaftsförderung muss noch aktiver werden, und wir müssen dafür  sorgen, dass wir die besten Fachkräfte in der Region haben.&#8221;</p>
<p><a title="Berliner Zeitung" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/305381/305382.php" target="_blank">Zum Interview</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bjoern-boehning.de/2010/08/05/rot-gruen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neutralität des Netzes verhindert digitale Spaltung</title>
		<link>http://www.bjoern-boehning.de/2010/07/28/neutralitat-des-netzes-verhindert-digitale-spaltung/</link>
		<comments>http://www.bjoern-boehning.de/2010/07/28/neutralitat-des-netzes-verhindert-digitale-spaltung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 16:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bjoern-boehning.de/?p=1516</guid>
		<description><![CDATA[Heute werden alle Daten im Internet gleich schnell transportiert. Diese Neutralität des Netzes ist ein hohes Gut. Es sichert, dass Daten und Informationen nicht inhaltlich gewichtet werden und für alle Nutzerinnen und Nutzer zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Eine Gewichtung von Daten öffnet dem Missbrauch durch Telekommunikationsunternehmen Tür und Tor. Auch politisch wäre sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute werden alle Daten im Internet gleich schnell transportiert. Diese Neutralität des Netzes ist ein hohes Gut. Es sichert, dass Daten und Informationen nicht inhaltlich gewichtet werden und für alle Nutzerinnen und Nutzer zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stehen. Eine Gewichtung von Daten öffnet dem Missbrauch durch Telekommunikationsunternehmen Tür und Tor. Auch politisch wäre sie höchst zweifelhaft. Netzneutralität ist für die SPD ein wichtiges Prinzip, um die digitale Spaltung zu verhindern.</p>
<p>Daher wendet sich die SPD gegen die Vorschläge des Telekom-Chefs René Obermann, die Netzneutralität einzuschränken. Stattdessen müssen die Unternehmen die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen, damit auch bei wachsenden Datenmengen ein schneller Transport im Netz gewährleistet ist. Netzneutralität darf kein Geschäftsmodell sein, sondern ist als öffentliches Gut der berechtigte Anspruch von Bürgerinnen und Bürgern in der digitalen Gesellschaft. Die SPD wird sich daher auf Bundes- und Europaebene dafür einsetzen, dass Netzneutralität gewahrt bleibt.</p>
<p>Auch wirtschaftspolitisch sichert die Netzneutralität technologische Innovationen im Netz. Innovationen im Netz werden durch schnelle Kooperationen, wachsende Vernetzung und große Freiheit von jungen Internetfirmen positiv beeinflusst. Die Neutralität sichert die schnelle und barrierefreie Übertragung von Informationen als zentrale Ressource von Innovationen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bjoern-boehning.de/2010/07/28/neutralitat-des-netzes-verhindert-digitale-spaltung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwarz-Grün: Ein Auslaufmodell</title>
		<link>http://www.bjoern-boehning.de/2010/07/20/schwarz-grun-ein-auslaufmodell/</link>
		<comments>http://www.bjoern-boehning.de/2010/07/20/schwarz-grun-ein-auslaufmodell/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 16:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Positionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bjoern-boehning.de/?p=1513</guid>
		<description><![CDATA[
Die kontroverse Hamburger Schulreform ist ein  Realitätscheck für Schwarz-grün: Die Weltbilder von grünen und schwarzen  Milieus sind gegensätzlicher und geschlossener als sich das manch  Politiker der Parteien eingestehen mag. Das Ende der Koalition in  Hamburg ist eingeleitet.
Wie schön hatte sich die  konservativ-ökologische Bohème das vorgestellt. Beim Latte Macchiato  wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Die kontroverse Hamburger Schulreform ist ein  Realitätscheck für Schwarz-grün: Die Weltbilder von grünen und schwarzen  Milieus sind gegensätzlicher und geschlossener als sich das manch  Politiker der Parteien eingestehen mag. Das Ende der Koalition in  Hamburg ist eingeleitet.</p></div>
<p>Wie schön hatte sich die  konservativ-ökologische Bohème das vorgestellt. Beim Latte Macchiato  wurden schwarz-grüne Pläne geschmiedet und von einer „wertebasierten“  Zusammenarbeit schwadroniert. Hamburg und Saarland, vielleicht auch  Nordrhein-Westfalen, sollten als Vorboten einer möglichen schwarz-grünen  Bundesregierung herhalten und den Versuch untermalen, dass christliche  Schöpfung und ökologische Nachhaltigkeit sich aus einer gemeinsamen  Überzeugung und Wertevorstellung ableiten lassen.</p>
<p>Zuletzt im Landtagswahlkampf von Nordrhein-Westfalen war es Renate  Künast, die die Offenheit der Grünen nach allen Seiten untermauerte und  noch heute offen oder hinter vorgehaltener Hand für das Bündnis der  konservativen und der grünliberalen Partei wirbt.</p>
<p><strong>Doch anstelle dieser Hoffnung ist Desillusion getreten.</strong> Schon lange hat sich der politische Beobachter gefragt, ob denn die  grünen und schwarzen Strategen ihr Stammelektorat wirklich nachhaltig  analysiert haben. Und ob denn die grünen Ärzte und Bioladenbesitzer  neben dem Einkommen noch eine andere kulturelle, materielle oder  ideologische Gemeinsamkeiten mit dem konservativen Biedermeier oder dem  mittelständischen Unternehmer der CDU haben.</p>
<p>Das war und das ist eine Illusion. Nur gefühlt sind sich einige  Akteure beider Parteien nah – so nah, wie man sich bei der Bionade in  Berlins Mitte eben sein kann, oder vielleicht im Reichstag sogar sein  muss. Es ist interessant zu beobachten wie festsitzend die Überzeugung  war, allein symbolische und habituelle Übereinstimmungen würden das  politische Projekt einer schwarz-grünen Bürgerlichkeit bilden können.</p>
<p>Bisher lagen inhaltliche Fragezeichen an diesem Projekt eher auf  einer rhetorischen Ebene: So wäre es schon interessant zu sehen, wie  beispielsweise in Berlin ein CDU-Innensenator die Wasserwerfer zum 1.  Mai schickt, während die grüne Bürgermeisterin sich vor die  „Revolutionäre Demo“ stellt, Kiezromantik predigt und die Polizeitaktik  kritisiert.</p>
<p>Doch glücklicherweise haben wir ja nun in Hamburg, im Saarland und  zum Teil auch in Berlin ganz konkretes Anschauungsmaterial für die  schwarz-grüne Realität. Im schwarz-grün regierten Berlin-Zehlendorf wird  bezirksadäquat ruhig regiert. Einen Integrationsbeauftragten  durchzusetzen, wie in anderen Bezirken üblich, dazu ist die  selbsternannte Integrationspartei nicht in der Lage. Im Saarland ist die  Jamaika-Koalition so oder so schon durch parteiliche Drahtseilakte  zustande gekommen. Nun wird es langsam dunkel über der Karibik: Erst  kürzlich stimmte das Land im Bundesrat der Kürzung der Solarförderung  zu. Mit der Einführung von Studiengebühren für so genannte  Langzeitstudenten hat sich Schwarz-Grün für Bildungsgebühren  entschieden.</p>
<p>In Hamburg wurde eine Bildungsreform vorgelegt, die offenbar keine  Akzeptanz in der Bevölkerung findet. Die Elbphilharmonie ist vom  Prestige- zum Pleiteprojekt geworden. Die selbsternannte „Wachsende  Stadt“ schafft es offenbar nicht den wachsenden Widerstand gegen  Vertreibung und für den Erhalt kreativer Subkultur in angemessener Art  und Weise zu moderieren. Bürgermeister Ole von Beust – so hört man –  steht kurz vor dem Rücktritt.</p>
<p>Insbesondere die Schulreform offenbart die ideologischen Gegensätze  im Wahlvolk von Schwarz und Grün. Während die liberalen bürgerlichen  Wähler der Grünen vor allem auf längeres gemeinsames Lernen im Rahmen  eines ganzheitlichen, integrativen Lernens setzen, wollen die  konservativ-bürgerlichen Wähler unter allen Umständen ihren sozialen  Status verteidigen und sich gegen die Aufstiegschancen der Unter- und  unteren Mittelschicht absichern.</p>
<p>Nichts anderes verbirgt sich hinter dem derzeit stattfinden – und sicherlich überspitzten – <strong>„Kulturkampf“ um die Hamburger Gymnasien</strong>.  Ole von Beust war nicht in der Lage den sich zuspitzenden Konflikt zu  managen. Und die Grünen haben zu spät erkannt, dass eine  parlamentarische Mehrheit für eine Schulreform noch lange keine  politische Mehrheit in einer Stadt ist. Schwarz und Grün beiderseits  haben daran versagt eine inhaltliche Brücke in der Bildungspolitik  zwischen den verschiedenen Stadtmilieus zu schlagen. <strong>Zu spät  erkannten sie, dass ideologische Differenzen in den jeweiligen  Unterstützergruppen nicht einfach durch kulturell-ästhetische Symbolik  übertüncht werden kann.</strong></p>
<p>Offenbar sind die Wählerinnen und Wähler von Schwarzen und Grünen  nicht bereit, eine gemeinsame Koalition auf Landesebene pauschal zu  akzeptieren und ideologische Gegensätze zu überbrücken. Die Weltbilder  von grünen und schwarzen Milieus sind also geschlossener als sich manch  Grüne- oder CDU-Politiker eingestehen mag.</p>
<p>Das Bild, wonach die verlorenen Bürgerkinder der 68er-Ära nun in den  Schoß der alten Bürgerlichkeit zurückkehren, hat es immer nur in den  Feuilletons gegeben. Heute sehen wir: Sie sind und bleiben einander  nicht grün. Egal wie der Volksentscheid am Sonntag ausgeht, so ist doch  heute schon klar: Das Ende von Schwarz-Grün in Hamburg ist eingeleitet.</p>
<p>Schwarz-Grün – das galt einmal als Role-Model künftiger Koalitionen.  Dann kam der Realitätscheck. Heute ist Schwarz-Grün ein Auslaufmodell.  Wir werden es nicht vermissen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.bjoern-boehning.de/2010/07/20/schwarz-grun-ein-auslaufmodell/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

<!-- Dynamic Page Served (once) in 0.538 seconds -->

