Kreuzbergs Kulturszene ist überaus facettenreich

Nahezu jeder fünfte Berliner Kreative arbeitet im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Bei den Künstlern ist es sogar jeder Vierte.

Neben Konstanten wie zum Beispiel dem Martin-Gropius-Bau, dem Jüdischen Museum, der Berlinischen Galerie und der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst in der Oranienstraße, hat sich ein ganz neuer Kulturcluster entwickelt, dem ich zusätzlich eine besondere Beachtung schenke!

Im Verbund mit der Eigeniniative derer, die im Kreativbereich gerade in einem sozialschwachen Bezirk wie Kreuzberg Potenziale entdecken, Chancen nutzen, viel arbeiten und neue Arbeitsplätze schaffen, stehe ich im konstruktiven Austausch.

Mein Ziel ist nicht die Romantisierung Kreuzbergs, sondern meine politische Verantwortung steht für die nachhaltige Stärkung, Erhaltung und Entwicklung des Kulturstandort Kreuzbergs.

Bei meinem KulturRundgang am 18.7.2009 stand im Mittelpunkt, beispielhafte Kunstorte zu besuchen, die aktiv den Kulturbezirk Kreuzberg beleben, prägen und gesellschaftlich gestalten. Zusammen mit 25 Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus den Bereichen Kunst, Politik, Kultur und Wissenschaft, diskutierte ich mit dem Galeristen Kai Hoelzner, dem Mitglied des Abgeordnetenhauses Brigitte Lange, den Betreibern des Kotti-Shops, der SPD-Bezirksstadträtin Sigrid Klebba, dem Geschäftsführer des Aqua-Carres Conrad von Rössing, dem Geschäftsführer des Jüdischen Museums Dr. Klopsch, Vertretern der Initiative Berliner Kunsthalle und dem Galeristen Werner Tammen.

Meine Themen in der Politik standen dabei im Vordergrund: der Stopp ständig steigender Mietpreise, Kreuzberg als geeigneter Standort der Berliner Kunsthalle, transparente und den jeweiligen Projekten angemessene Förderantragsregularien, nachhaltige und niedrigschwellige Lösungen für die Kreativwirtschaft im Bereich der Nutzung von Immobilien, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Erhaltung von Kunst-Freiräumen und der Ausbau der vom Senat geförderten Ateliers.

Von Kunstvereinen, Museen, Galerien, Off-Spaces, sozialen Nachbarschaftsprojekten, temporäre Ausstellungsorten, Orten urbaner Kulturwirtschaft und Ateliers bis hin zur Blumengroßmarkthalle, setze ich mich für den Ausbau der kulturellen Infrastruktur Kreuzbergs ein.
Kunst und Kultur zu fördern, sehe ich als die Pflichtaufgabe der Politik.
Für die Konkretisierung möchte ich einen Kreativpakt zwischen Politik, Wirtschaft, Künstlern und Kreativen auch auf bezirklicher Ebene ins Leben rufen.

Kulturpolitischer Empfang im Jüdischen Museum

März 11, 2009 von Sebastian  
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„Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg ist einer der kulturell spannendsten Wahlkreise der Bundesrepublik“, so eröffnete Björn Böhning den gemütlichen Teil des kulturpolitischen Empfangs des Kulturforums der Sozialdemokratie am Montag, den 9.3., in Berlin. Mehr als 400 Gäste waren in das Jüdische Museum gekommen, um mit der SPD über kulturpolitische Themen zu diskutieren. Björn Böhning setze sich insbesondere für die sozialen Belange der Kulturschaffenden angesichts der Wirtschaftskrise ein: „Die Künstlersozialversicherung muss gestärkt werden, und wir brauchen unbürokratische „Mikrokredite“, damit Kulturschaffende auch in auftragsschwachen Zeiten über die Runden kommen. Dafür werde ich im Bundestag kämpfen!“. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hob die Berliner Kulturlandschaft hervor: Berlin könne stolz sein, auf seine vielfältige Kulturszene. Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher und eindrucksvoller Abend mit intensiven Gesprächen zur Zukunft der Berliner Kulturpolitik.