Zeit für Kinderfreundlichkeit

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, liebe Familien,

es ist Zeit für Kinderfreundlichkeit. Das ist für mich keine hohle Phrase. Denn seit langem setze ich mich dafür ein, dass Kinder- und Familienpolitik nicht als Nebensache abgetan wird. In unseren Kiezen wohnen viele ( junge) Familien wie Sie. Sie planen Ihre Zukunft, sie planen die Zukunft Ihrer Kinder. Nicht selten werden Sie dabei kaum unterstützt – oder müssen von Amt zu Amt laufen, um wenigstens ein wenig Beistand zu bekommen. Meine Frau und ich haben vermutlich ähnliche Fragen wie Sie: Wie bekomme ich Job(-einstieg) und Kinder unter einen Hut gebracht? Was tue ich, wenn ich (hoffentlich nicht) alleinerziehend bin oder werde? Wie kann ich meinem Kind die besten Chancen geben?

Die Politik muss und kann hier helfen. Es sind häufig die kleinen Lösungen, die weiterhelfen: Der Zebrastreifen vor der Kita, die Beratungsanlaufstelle für Eltern oder der kurze Weg zum nächsten Spielplatz. Ich bin dafür, die verschiedenen Ebenen der Politik hinter uns zu lassen, und überall für Kinderfreundlichkeit zu kämpfen. Dazu erhalten Sie mit diesem Flugblatt einige Vorschläge, für die ich mich im Bundestag einsetzen werde.
Gerne komme ich auch zu Ihnen nach Hause oder in Ihre Krippe/Kita, um über konkrete Probleme und Lösungen mit Ihnen zu sprechen! Tun Sie sich mit fünf anderen Eltern zusammen, und laden Sie mich ein!

Zudem bitte ich Sie: Wenn Ihnen die Kinderfreundlichkeit in Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg am Herzen liegt: Wählen Sie mich mit Ihrer Erststimme! Nur, wenn ich direkt gewählt werde, kann ich mich im Bundestag für Ihre Interessen einsetzen!

Mit freundlichen Grüßen Ihr

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Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf!

Kinder dürfen kein Jobrisiko sein, egal ob bei Mann oder Frau. Diese Situation haben wir mit dem Elterngeld deutlich verbessert. Zugleich hat die SPD im Bund ein Programm zum Ausbau der Krippenversorgung durchgesetzt. Dies reicht in einigen Kiezen unseres Wahlkreises noch nicht aus. Wo die Gelder dieses „U3- Programms“ nicht ausgegeben werden (z.B. Bayern), müssen die Finanzmittel in die Städte fließen!

Mit dem zweiten Konjunkturprogramm werden unsere Kitas und Schulen vor Ort energetisch saniert. Dies verbessert gleichzeitig das Lernklima und die Räume für unsere Kinder. Ich setze mich im nächsten Bundestag zudem für ein Programm zur Finanzierung flächendeckender Förderung der frühkindlichen Bildung ein. Lese- und Sprachförderung gehören gerade in den Innenstädten direkt in die Kitas. Das fördert die Integration.

Neben flächendeckenden Betreuungsangeboten ab dem ersten Lebensjahr brauchen wir zudem auch ein Umdenken in den Betrieben. Flexiblere Arbeitszeitmodelle müssen berufstätigen Eltern ermöglichen, Job und Privates besser zu vereinbaren.

Kinderarmut bekämpfen!

Um dem Armutsrisiko dieser Ein-Eltern-Familien entgegenzuwirken, brauchen wir eine verlässliche Ganztagesbetreuung in Kindergärten und Schulen. Wir brauchen Arbeitgeber und Arbeitsvermittlungen , die die Erwerbswünsche von Alleinerziehenden ernst nehmen und ihre Potenziale nutzen. Ich setze mich dafür ein, dass in jedem Kiez eine Elternberatungsstelle eingerichtet wird, Eltern-Kind-Cafes mit längerfristiger Perspektive arbeiten können und Kindertagesstätten künftig intensiver zu Familienzentren ausgebaut werden.

Damit Alleinerziehende auch einen Arbeitsplatz annehmen können, brauchen wir für sie einen sofortigen Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Krippen- oder Kitaplatz

Alleinerziehende verdienen mehr!

Kein Kind soll in Armut aufwachsen. Das ist leider noch nicht Realität. In Berlin lebt jedes dritte Kind in Armut. Ich will gleiche Chancen für alle! Der Schlüssel für erfolgreiche Integration und sozialen Aufstieg ist ein Bildungssystem, das die Talente aller Kinder fördert. Dafür brauchen wir Ganztagsschulen und Familienzentren, die neben Bildung auch Beratung, Freizeitangebote und Weiterbildung für die ganze Familie anbieten. In den nächsten Jahren soll ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagesschulplatz auch mit Unterstützung des Bundes eingerichtet werden.

Ich will, dass alle Betreuungs- und Bildungsangebote ausnahmslos kostenfrei sind: Kostenfreie Krippe, kostenfreie Kita, kostenfreie Schule und Hochschule. Dies wird im Land Berlin trotz des Sparzwangs bis 2011 realisiert.