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	<title>Bjoern-Boehning.de &#187; Armutsatlas</title>
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		<title>Armut wirksam bekämpfen</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 16:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder sechste Bürger Berlins ist arm: Mindestlöhne und flächendeckende Kinderbetreuung jetzt!
Der aktuelle &#8220;Armutsatlas für die Regionen Deutschlands&#8221; des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der am 18.5.09 veröffentlicht wurde, dokumentiert mit erschreckender Deutlichkeit die Realität der sozialen Spaltung in Deutschland. 14,3% aller Deutschen leben demzufolge unterhalb der Armutsgrenze; d.h., sie haben weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zum Leben (764 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jeder sechste Bürger Berlins ist arm: Mindestlöhne und flächendeckende Kinderbetreuung jetzt!</strong><br />
Der aktuelle &#8220;Armutsatlas für die Regionen Deutschlands&#8221; des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der am 18.5.09 veröffentlicht wurde, dokumentiert mit erschreckender Deutlichkeit die Realität der sozialen Spaltung in Deutschland. 14,3% aller Deutschen leben demzufolge unterhalb der Armutsgrenze; d.h., sie haben weniger als 60% des Durchschnittseinkommens zum Leben (764 Euro monatlich für Singles bzw. 1.376 Euro für Paare). Im Osten gilt somit jeder fünfte Einwohner als arm, im Westen jeder Achte. Berlin und Brandenburg sind überdurchschnittlich betroffen: Hier sind es 17,5 Prozent der Bevölkerung, die als arm definiert werden- das ist jeder sechste Bürger!</p>
<p><strong>Die Armutsrisiken sind hausgemacht</strong><br />
Für das Abrutschen in die Armut gibt es drei entscheidende Risikofaktoren:</p>
<ol>
<li>Arbeitslosigkeit</li>
<li>Die Ausweitung des Niedriglohnsektors, der auch bei einer Vollzeitstelle kein finanzielles Auskommen mehr garantiert</li>
<li>Die Zahl der Kinder im Haushalt, und hier ganz besonders die Ein-Eltern-Familien.</li>
</ol>
<p>Diese Faktoren sind jedoch nicht vom Himmel gefallen: Sie sind das Ergebnis einer neoliberalen Politik, die systematisch zu einem Absenken des Lohnniveaus geführt hat, sowie einer konservativen Familienpolitik, die Eltern (und insbesondere Frauen) mit der Frage der Kinderbetreuung alleine lässt.</p>
<p><strong>Armut zerstört Zukunft</strong><br />
Gerade die Armut in vielen Familien ist alarmierend. In manchen Stadtteilen Berlins wachsen 60% aller Kinder und Jugendlichen in Familien auf, die Hartz IV beziehen. Auch Friedrichshain-Kreuzberg ist hier betroffen. Armut hat unmittelbar Einfluss auf die Bildungschancen und auch den Gesundheitszustand von Kindern. Sie haben selbst ein erhöhtes Risiko, als Erwachsene in Armut zu leben.</p>
<p><strong>Wir müssen die richtigen Antworten geben</strong><br />
Die Antwort kann nur sein eine entschlossene Bekämpfung der Ursachen, ohne wenn und aber. Dazu gehört</p>
<ol>
<li>Kostenlose und hochwertige Bildung von der Kita bis zur Hochschule! Bildung muss fördern und darf nicht aussieben. Nur eine gute Ausbildung schützt vor Langzeitarbeitslosigkeit. Deshalb muss es schon in den Kitas intensive Sprachförderung geben, müssen die Ganztagsschulen ausgeweitet werden und auch die Zahl der Studierenden erhöht werden.</li>
<li>Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro. Jeder Mensch muss von der eigenen Arbeit gut leben können!</li>
<li>Die Einführung einer Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro für alle Kinder bis zum 27. Lebensjahr. Nur so können gleiche Chancen und Teilhabe für alle Kinder gewährleistet werden.</li>
<li>Eine flächendeckende Kinderbetreuung für Kinder ab dem 1. Lebensjahr, ebenso wie mehr Kinderbetreuung in den Betrieben und flexiblere Arbeitszeitmodelle, die es Eltern erlauben, Kindererziehung und Erwerbstätigkeit gut miteinander zu vereinbaren.</li>
</ol>
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