Mein Prenzlauer Berg (Ost)
Prenzlauer Berg grenzt direkt an den Volkspark Friedrichshain. Hier treffe ich aufgeweckte Bewohnerinnen und Bewohner. Beeindruckt hat mich vor gut einem Jahr ihr wochenlanger Einsatz für den Erhalt der Kiez-Bibliothek. Heute führt die Anwohner-Initiative “Pro Kiez Bötzowviertel” die geschlossene Kurt-Tucholsky-Bibliothek in der Esmarchstraße.
Läuft man hier durch die Straßen kann ich kaum glauben, dass vor wenigen Jahren die Stadtplaner noch von einer schrumpfenden Bevölkerung ausgingen. Welche Fehlannahme! Heute sind das Bötzowviertel oder der Winskiez Wohnquartiere für Familien mit Kindern. Jetzt fehlen hier Spiel- und Sportplätze und genügend Platz in den Kitas und Schulen. Das muss sich ändern. Kinder brauchen kurze Wege zur Schule oder zur Kita.
Das Bruno-Taut-Viertel ist kürzlich UNESCO-Weltkulturerbe geworden. Nicht nur architektonisch begeistert mich dieser Kiez. Auch in der “Grünen Stadt” soll die Mieterstruktur erhalten bleiben. Das bekannte Denkmal im Ernst-Thälmann-Park erinnert mich an den Zeit vor mehr als zwanzig Jahren.
Kreativ am Rand des Parks ist besonders „die WABE“, die größte kommunale Kultureinrichtung im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Die WABE versteht sich als Konzertsaal, Szenetreff, Kino, Raum für innovative kulturelle Projekte, Probenraum, Tagungs- und Beratungsraum, multikultureller Veranstaltungsort und nicht zuletzt als Begegnungsstätte.
In Prenzlauer Berg ist auch mein Verein zu Hause. Hier spiele ich Handball bei der SG Rotation. Denn für mich sind Freunde und Spaß auch außerhalb der Politik sehr wichtig. Und sie werden es auch bleiben, wenn ich den Wahlkreis im Bundestag vertrete.
Briefwahl jetzt beantragen – Frist verlängert!
Die Mitgliederbefragung der SPD Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg-Ost geht in die zweite Woche. Zwei interessante Diskussionsveranstaltungen sind gelaufen – vier Folgen noch, die nächste Vorstellungsrunde am 30. Oktober 2008. Jetzt wurde die Frist für die Briefwahlanträge verlängert. Noch bis zum 30. Oktober können die Mitglieder Briefwahl beantragen! Hier gehts zum Briefwahlantrag.
Björn Böhning über seine Bewerbung für die Kandidatur zum Bundestag
In der heutigen Ausgabe des Tagesspiegels erläutere ich meine Bewerbung für die Bundestagskandidatur im Wahlkreis 84, also Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg-Ost. Die innerparteiliche Nominierungsphase beginnt am 14. Oktober und endet am 12. November diesen Jahres. Weiterlesen…
Eine Rede Herbert Wehners
“Der Onkel”, wie er zeitlebens genannt wurde, elektrisiert bis heute die SPD. Er tut dies zwar auf eine ganz andere Weise als Willy Brandt. Doch spätestens seit Franz Müntefering Parteivorsitzender war, ist der Onkel eine Orientierungsmarke für einen ganz eigenen Führungstil: Wehner war ein straffer Führungsmensch und gleichzeitig ein unverwechselbarer “Typ”, welcher noch heute seinesgleichen sucht. Er war “Zuchtmeister” und Orientierungsperson zugleich. Meine Generation hat ihn nicht mehr lebend erlebt, und doch sind die Erzählungen älterer Genossinnen und Genossen über ihn immer von einer besonderen Mystik geprägt. Das hängt wohl nicht zuletzt mit seinen Verdiensten um die Beendigung der konservativen Nachkriegs-Ära zusammen. Dies ist nicht zuletzt der Grund, weshalb konservative Historiker laufend versuchen, Wehners Leben in ein zwielichtiges Licht zu stellen. Denn noch heute soll der Name Wehner in den Ohren seiner politischen Gegner ein gehöriges Maß an Getöse auslösen.
Beispielhaft ist dies in einer Rede, die nun online abrufbar ist. Seine ganz eigene Art, Witz, Aggressivität, Humor und stets ein Stück Liebenswürdigkeit im Ton auf den Punkt zu bringen, lässt sich hier erstaunlich gut nachhören. Zugleich lässt sich erkennen, dass die Debatten im Deutschen Bundestag vor vierzig Jahren noch eine gänzlich andere Stilform besaßen: Tiefgründiger, ideologischer und nicht so sehr auf das “1,30 min-Format” orientiert.
Hört es Euch selber an: hoerprogramm.de




