“Junge Familien in Friedrichshain brauchen mehr Platz für Sport und Freizeit”
April 22, 2009 by Sebastian
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Pressemitteilung
Björn Böhning: Junge Familien in Friedrichshain brauchen mehr Platz für Sport und Freizeit – keine Privatisierung von öffentlichen Flächen durch die Wagenburg!
Die SPD Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich seit Jahren für mehr Sport- und Erholungsflächen im Bezirk ein. Daher kritisiert sie im Vorfeld der heutigen Sitzung des Planungsausschusses der BVV die Weigerung von Grünen und Linken, endlich für mehr Sport- und Freizeitflächen in Friedrichshain zu sorgen. Der Bezirk ist Eigentümer
des Grundstücks an der Kreuzung Modersohnstraße und Revaler Straße, auf dem seit Jahren eine Sport- und Freizeitfläche geplant ist. Grüne und Linke scheuen aber den Konflikt mit der Wagenburg „Laster und Hänger“, die das Grundstück seit einigen Jahren in Besitz genommen haben. Deshalb soll jetzt die Planung für die Sportfläche auf das „Revaler Vierecke“ verschoben werden, das einem Privateigentümer gehört – schon wegen der hohen Grundstückskosten wird eine Sportfläche hier wohl niemals realisiert werden.
Es ist unglaublich, dass hier wenige Wagenburgler potenzielle Sport- und Erholungsflächen für sich selbst statt für Familien mit Kindern privatisieren,“ sagte der SPD-Bundestagskandidat Björn Böhning dazu heute. „Die geplante Legalisierung der Besetzung an der Modersohnstraße kommt den Bezirk in jeder Hinsicht teuer zu stehen – und der dringend benötigte Sportplatz wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben. Dass der Bezirk bereits großzügig auf über 1 Million Euro Senatsmittel für die Herstellung der Sportanlage verzichtet hat, kann niemand in Friedrichshain verstehen,“ so Böhning weiter.
Auch der SPD-Kreisvorsitzende Jan Stöß hält die vorgesehene Verlagerung der Sportfläche auf das Revaler Viereck für reine Augenwischerei. „Dass der Bezirk meint, auf einen Privatgrundstück den Sportplatz leichter durchsetzen zu können als auf seinem eigenen, ist schon erstaunlich. Wenn der Bezirk das Grundstück kaufen müsste, würde das wieder mehrere Millionen kosten, die Friedrichshain-Kreuzberg nicht hat. Ein städtebaulicher Vertrag mit dem Eigentümer würde dagegen voraussetzen, dass eine Bebauung am Revaler Viereck den Bedarf an einem Sportplatz erst verursacht – den Sportplatz brauchen wir aber schon lange. Dieses Vorgehen ist einfach unseriös,“ sagte Stöß.




