Sportpolitisches Gespräch mit Björn Böhning
Der Sport nimmt für die SPD, die sich traditionell für die Vereine vor Ort einsetzt, einen besonderen Stellenwert ein. Zu Recht hat der Vereinssport in unseren Kiezen einen festen Platz und leistet einen außerordentlich wichtigen, oft unterschätzten Beitrag in der Kinder- und Jugendbetreuung und bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Vor diesem Hintergrund luden Björn Böhning, Bundestagskandidat für die SPD im Wahlkreis Kreuzberg-Friedrichshain/Prenzlauer-Berg-Ost und Sigrid Klebba, Stadträtin für Sport am 07. Juli 2009 zum „Sportpolitischen Gespräch“. Mit rund 30 Vertretern verschiedener Sportvereine aus dem Kiez diskutierten die beiden SPD-Politiker im Clubraum der Turn-Vereine ATV und BTV u.a. über die große Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements und die oftmals schwierigen Bedingungen für den ehrenamtlichen Einsatz im Bezirk.
Kritisiert wurde von Seiten der Vereine vor allem der Mangel an ausreichenden Spiel- und Sportflächen und die häufig unflexiblen Regeln für die Platz- und Hallenvergabe. Besonders enttäuscht zeigten sich die Vereine zudem von der Entscheidung der grünen Bezirksmehrheit, den Bau der Sportanlage auf dem Gleisdreieck zu stoppen, und dies trotz positiver Signale vom Senat, hierfür 5,5 Mio. € bereitzustellen. Björn Böhning sagte den Anwesenden seine volle Unterstützung bei der bald möglichen Realisierung des Vorhabens zu. Ebenso unterstützt der SPD-Bundestagskandidat die Forderung der Vereine nach einem größeren Mitspracherecht bei der zukünftigen Nutzung des Tempelhofer Flughafen-Geländes.
“Grüne treiben den Sport aus dem Bezirk heraus”
In einer denkwürdigen Sitzung des Stadtplanungsausschusses der BVV haben die Grünen unter der tätigen Mithilfe der Partei „Die Linke“ für eine erstklassige Beerdigung der Belange des Sports im Bezirk gesorgt. Nachdem die vorgenannten Parteien zunächst den Abschluss von Nutzungsverträgen für „Laster und Hänger“ durchgesetzt hatten, wodurch die Errichtung der dringend benötigten Sport- und Freizeitanlage für den Boxhagener Kiez in weite Ferne rückt, setzte das grüne Bezirksamt noch einen drauf und verabschiedete sich auch noch von der Errichtung zweier Sportplätze auf dem Gleisdreieck.
Kurz zuvor hatten die Grünen noch eine Spiel- und Trainingsstätte für den erfolgreichen Kreuzberger Verein Türkiyem Spor gefordert und es als Skandal bezeichnet, dass der Verein gezwungen sei, außerhalb des Bezirks zu spielen und zu trainieren.
Bereits dieses Dilemma hatten die Grünen allerdings durch ihre eigene verfehlte Sportpolitik erst verursacht. Immerhin war aber der Versuch unternommen worden, zwei wettkampftaugliche Spielstätten auf dem Gelände des Gleisdreiecks zu sichern. Dies hatte die SPD schon seit langem gefordert. Auch der Senat hatte bereits Zustimmung für die Bereitstellung der hierfür notwendigen Investitionsmittel in Höhe von 5,5 Millionen Euro signalisiert.
Doch nun sind alle Planungen wieder Makulatur: Im Ausschuss erklärte der grüne Bezirksbürgermeister Dr. Schulz, durch die dauerhafte Spielstätte für Türkiyem im Jahn-Sportspark im Prenzlauer Berg bestehe kein Bedarf mehr für zwei zusätzliche Sportplätze in Friedrichshain-Kreuzberg. Im Übrigen habe eine Überprüfung seiner eigenen Planungen ergeben, dass die vorgesehenen Flächen ohnehin nicht ausgereicht hätten und zog den Beschluss des Bezirksamts kurzerhand zurück.
Nach Ansicht des SPD-Bezirksverordneten John Dahl ist diese Entscheidung ein einziger Skandal: „Die Negierung eines Bedarfs an Sportflächen bei einer Unterversorgung des Bezirks um 66% ist schlicht abenteuerlich und verantwortungslos.“
Der SPD-Bundestagskandidat Björn Böhning erklärte: „Die Grünen treiben den Sport aus dem Bezirk heraus. Es wird Zeit, dass in Friedrichshain-Kreuzberg wieder Politik im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger betrieben wird. Es muss endlich Schluss sein mit einseitiger Klientelpolitik!“




